Berlin Chenu

Domus Marie-Dominique Chenu

1997, nach einem Besuch in Deutschland, schrieb Timothy Radcliffe OP, zu jener Zeit Ordensmeister der Dominikaner: „Ich war besonders von den Plänen für ein mögliches ‚Institut für Theologie und Gesellschaft‘ beeindruckt. Dies könnte genau die Art von Projekt sein, die wir fördern müssten.“

Im Jahr 2000 nahm das anvisierte neue Institut für Philosophie und Theologie Gestalt an. Sehr bewusst wurde als Standort die deutsche Hauptstadt gewählt, denn die „Präsenz eines dominikanischen wissenschaftlichen Zentrums in Berlin, einer wichtigen Stadt mit multiethnischer und multikonfessioneller Zusammensetzung, folgt der Tradition des hl. Dominikus, der seine Brüder in die lebendigsten städtischen Zentren Europas schickte“ (T. Radcliffe). So arbeitet seit 2001 eine Gruppe von Wissenschaftlern mitten im Stadtteil Prenzlauer Berg. Von dort aus forschen sie nach den heute aktuellen „Zeichen der Zeit“, um diese – wie es in der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ des Zweiten Vatikanischen Konzils heißt – „im Licht des Evangeliums zu deuten“.

Im August 2017 wurde die Gemeinschaft zum selbständigen Domus (Haus) erhoben. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit sind die Brüder auch in der Studierendenseelsorge in Berlin aktiv.

Kontakt

Schwedter Str. 23
10119 Berlin
Tel.: +49 (0)30 440372-80
www.institut-chenu.eu

Das Domus Chenu gehört zur Dominikaner-Provinz Teutonia.

Wer war Marie-Dominique Chenu?

 

Der außergewöhnliche französische Dominikanerpater Marie-Dominique Chenu wäre am 07. Januar 2021 125 Jahre alt geworden. Anlass für unser philosophisch-theologisches Forschungszentrum in Berlin, kurz auf den Punkt zu bringen, warum es gerade Chenu als Namenspatron gewählt hat. Hier erzählt Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, Leiter des Instituts, was ihn am Dominikaner Chenu auch heute beeindruckt. Spoiler: Freude, Hoffnung und Format – als Mensch, als Wissenschaftler, als Seelsorger.